Wie die Mondphasen entstehen
Der Mond leuchtet nicht selbst. Die Sonne beleuchtet zu jedem Zeitpunkt genau eine Hälfte von ihm, die ihr zugewandte. Während der Mond die Erde umkreist, sehen wir diese helle Hälfte aus wechselndem Winkel: bei Vollmond von vorn, bei den Vierteln von der Seite und bei Neumond gar nicht, weil die helle Hälfte dann von uns wegzeigt.
Oft heißt es, der Erdschatten mache die Mondphasen. Das stimmt nicht. Der Erdschatten fällt nur bei einer Mondfinsternis auf den Mond, und die gibt es nur bei Vollmond und nur ein paarmal im Jahr. Die alltägliche Sichel ist die Nachtseite des Mondes selbst, schräg von der Seite gesehen.
Die acht Mondphasen der Reihe nach
- Neumond — die helle Seite zeigt von uns weg; der Mond steht tagsüber am Himmel und ist unsichtbar.
- Zunehmende Sichel — ein schmaler Streifen nach Sonnenuntergang, der von Nacht zu Nacht wächst.
- Erstes Viertel — die Hälfte der Scheibe ist hell (zunehmender Halbmond); ein Viertel des Zyklus ist geschafft, daher der Name.
- Zunehmender Mond — mehr als die Hälfte beleuchtet, und er wächst weiter.
- Vollmond — die ganze Scheibe ist hell; er geht bei Sonnenuntergang auf und bei Sonnenaufgang unter.
- Abnehmender Mond — mehr als die Hälfte beleuchtet, jetzt schrumpfend.
- Letztes Viertel — die andere Hälfte ist hell (abnehmender Halbmond); er geht gegen Mitternacht auf.
- Abnehmende Sichel — ein Streifen vor der Morgendämmerung, bis zum nächsten Neumond.
Nur vier davon sind Zeitpunkte: Neumond, erstes Viertel, Vollmond und letztes Viertel treten in einem genauen Augenblick ein, und genau die listet unser Vollmondkalender. Die anderen vier sind die Abschnitte dazwischen.
Wie lange ein Mondzyklus dauert
Von einem Neumond zum nächsten vergehen im Mittel 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten — der synodische Monat. Seine Bahn um die Erde schafft der Mond eigentlich schneller, in etwa 27⅓ Tagen. Bis dahin ist die Erde aber auf ihrer eigenen Bahn weitergezogen, und der Mond braucht noch gut zwei Tage, bis er wieder in derselben Stellung zur Sonne steht.
Weil der Mond täglich etwa 12° weiterwandert, geht er jeden Tag rund 50 Minuten später auf. Deshalb geht der Vollmond bei Sonnenuntergang auf, der Mond im letzten Viertel gegen Mitternacht, und die zunehmende Sichel sieht man nur am Abend.
Zunehmend oder abnehmend?
Auf der Nordhalbkugel ist der zunehmende Mond rechts beleuchtet, der abnehmende links. Eine alte Merkregel sagt: Der Mond ist ein Lügner. Ergänzt man die Sichel mit einem senkrechten Strich, sieht ein rechts beleuchteter Mond aus wie ein D — doch obwohl D an „decrescere“ (abnehmen) erinnert, nimmt er zu. Sieht er aus wie ein C wie „crescere“ (zunehmen), nimmt er ab. Auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt, denn dort steht der Mond auf dem Kopf.
Die Mondphase von heute Nacht
Die Seite Mondphase heute zeigt die aktuelle Phase, den beleuchteten Anteil und den Mond Tag für Tag für einen ganzen Monat; die Seite nächster Vollmond zählt die Tage bis zum nächsten herunter.
Fragen und Antworten
Wie viele Mondphasen gibt es?
Acht haben einen Namen: Neumond, zunehmende Sichel, erstes Viertel, zunehmender Mond, Vollmond, abnehmender Mond, letztes Viertel und abnehmende Sichel. Vier davon — Neumond, erstes Viertel, Vollmond und letztes Viertel — sind genaue Zeitpunkte.
Wie lange dauert eine Mondphase?
Ein ganzer Zyklus dauert etwa 29,5 Tage, jede der acht Phasen also im Schnitt rund 3,7 Tage. Die vier Hauptphasen selbst sind einzelne Augenblicke.
Ist der Mond heute zunehmend oder abnehmend?
Vom Neumond bis zum Vollmond nimmt er zu, vom Vollmond bis zum nächsten Neumond ab. Die Seite „Mondphase heute“ zeigt, was gerade gilt, mit dem genauen beleuchteten Anteil.






