Woher die Namen kommen
Die heute verbreiteten Namen stammen aus nordamerikanischen und alten europäischen Bauernkalendern und wurden im 20. Jahrhundert durch Almanache bekannt; in deutschen Medien tauchen sie meist als Übersetzung auf. Sie beschreiben die Jahreszeit, nicht den Mond: Der Vollmond selbst sieht in jedem Monat gleich aus.
Die zwölf Namen
- Januar — Wolfsmond
- Februar — Schneemond
- März — Wurmmond
- April — Rosa Mond (Pink Moon), nach den ersten Frühlingsblumen
- Mai — Blumenmond
- Juni — Erdbeermond
- Juli — Hirschmond, wenn den Hirschen das neue Geweih wächst
- August — Störmond
- September — Erntemond oder Maismond
- Oktober — Jägermond
- November — Bibermond
- Dezember — Kalter Mond
Nur hinter dem Erntemond steckt eine Regel: Er ist der Vollmond, der der Tagundnachtgleiche im September am nächsten liegt. In manchen Jahren fällt er deshalb in den Oktober, und der September behält den Maismond.
Im Deutschen gibt es zwar alte Monatsnamen wie Hornung für den Februar oder Gilbhart für den Oktober, doch sie bezeichnen Monate, nicht Vollmonde.
Blue Moon
Ein Blue Moon ist nicht blau. Heute meint man damit meist den zweiten Vollmond in einem Kalendermonat. Das kommt etwa alle zweieinhalb Jahre vor, weil der Zyklus von 29,5 Tagen kürzer ist als die meisten Monate. Die ältere Bedeutung ist der dritte Vollmond in einer Jahreszeit mit vier Vollmonden. Beide Bedeutungen sind in Gebrauch, und beide beschreiben den Kalender, nicht etwas, das man sehen kann.
Supermond
Ein Supermond ist ein Vollmond nahe dem erdnächsten Punkt der Mondbahn. Der Begriff stammt aus der Astrologie, nicht aus der Astronomie, und eine offizielle Grenze gibt es nicht. Im erdnächsten Punkt wirkt der Vollmond etwa 14 % größer und 30 % heller als im erdfernsten — echt, aber ohne zwei Fotos nebeneinander bemerkt man es nicht. Unsere Monatsseiten kennzeichnen einen Vollmond als Supermond und nennen seine Entfernung in Kilometern.
Blutmond
Ein Blutmond ist eine totale Mondfinsternis: Der Mond zieht durch den Erdschatten und färbt sich kupferrot, weil das Licht aller Sonnenauf- und -untergänge auf der Erde auf ihn gelenkt wird. Anders als die übrigen Namen ist das ein echtes Ereignis mit einem Zeitpunkt, und unsere Seite über Finsternisse listet jede davon.
Wann ist der nächste?
Der Vollmondkalender listet jeden Vollmond des Jahres mit Datum und Uhrzeit auf die Minute, und die Seite nächster Vollmond zählt die Tage bis dahin herunter.
Fragen und Antworten
Wie heißt der Vollmond im Januar?
Wolfsmond. Der im Februar heißt Schneemond, der im Juni Erdbeermond und der im Oktober Jägermond.
Wie oft gibt es einen Blue Moon?
Einen zweiten Vollmond im selben Kalendermonat gibt es etwa alle zweieinhalb Jahre.
Ist ein Supermond größer?
Ein wenig: Im erdnächsten Punkt erscheint der Vollmond etwa 14 % größer als im erdfernsten. Der riesige Mond am Horizont ist eine optische Täuschung und tritt bei jedem Vollmond auf.






